Soft Skills sind wesentliche Fähigkeiten

Kürzlich viel mir ein Artikel in die Hände in dem ich las, warum Menschen der Generation Y oder Millenials, gefeuert werden. Das sind Menschen im Alter zwischen 22 bis 37 Jahre.

Die wichtigsten fünf Gründe sind:

  • mangelndes Selbstvertrauen bzw. zu großes Selbstvertrauen,
  • Angst,
  • das Bedürfnis nach Unabhängigkeit,
  • fehlende Kommunikationsfähigkeiten,
  • die fehlende Vision.

Einer der Hauptgründe für die Entlassung von Millennials bzw. Generation Y ist im Wesentlichen, dass sie nicht zusammenarbeiten können. Sie haben kein Vertrauen in sich selbst und ihre Entscheidungen, was zu Ängsten führen kann. Sie haben Schwierigkeiten, zu präsentieren und zu kommunizieren, und dass sie nicht kritisch darüber nachdenken, wie sie ihre Gesamtziele und ihre Vision sehen.

 

Das ist jedoch das, was wir als “Soft Skills” bezeichnen

Hard Skills sind Englisch, Französisch, Mathematik, Wissenschaft, Geschichte, Algebra, Literatur usw.

Ich finde, dass Soft Skills noch nie so wichtig waren wie heute. Wir müssen aufhören, sie als Soft Skills zu bezeichnen, denn es ist nichts Weiches daran, gefeuert zu werden oder erst gar nicht erst eingestellt zu werden.

Wir müssen sie als das bezeichnen, was sie wirklich sind: Es sind wesentliche Fähigkeiten.

Es sind Fähigkeiten, die absolut notwendig sind, um sich in der modernen Welt zu entwickeln. Wie kommt es, dass die Fähigkeit zur Zusammenarbeit nicht der höchste Standard ist? Es ist nirgens eine Voraussetzung. Es ist kein Wunder, dass Menschen entlassen werden, weil sie nicht wissen, wie man zusammenarbeitet. Es wird nicht gelehrt.

Wir ist nicht wichtig, hat keinen besonderen Stellenwert. Das Ergebnis ist Spaltung und die Unfähigkeit, einen Kompromiss zu suchen. Kommt Ihnen das bekannt vor?

 

Fehlendes Selbstvertrauen

Junge Erwachsene kämpfen mit dem Selbstvertrauen. Viele haben zu wenig Selbstvertrauen. Hat es vielleicht damit zu tun, dass Menschen zwischen Kindergarten- und Seniorenalter über 100 Tests durchlaufen? Tests, die nur einen Teil dessen messen, wer man wirklich ist und wozu man wirklich fähig ist? Und damit der entscheidende Faktor für die Zukunft? Ich frage mich, ob das auch etwas mit der rasenden Angst zu tun hat?

Die Menschen werden gefeuert, weil sie keine Vision haben; weil sie denken, sie seien nur ein kleines Rädchen in einer Maschine. Allerdings ist das für viele Schülerinnen und Schüler genau das. Schule und Studium sind eine Maschine und Menschen nur das kleine Rädchen im Getriebe.

Sie sitzen ruhig da. Sie lernen alle die Informationen und kotzen Sie sie in einem Test wieder aus. Dann erklimmen sie die nächste Stufe.

 

Alles bleibt Gleich

Wir wollen jedoch das große Ganze sehen und verstehen, warum wir bestimmte Aufgaben machen. Vielleicht sollte dies in der Schule beginnen. Wenn wir jdoch nicht erklären können, warum die Schülerinnen und Schüler ein bestimmtes Fach lernen, dann sollten wir es nicht mehr unterrichten.

Haben die Menschen Schwierigkeiten zu kommunizieren? – Ja
Haben wir ihnen beigebracht, zu kommunizieren? – Nein

Die meiste Zeit sitzen Schüler und Studenten still in den Klassen und müssen den Mund halten. Und dann sagen wir, “ich muss sie dazu bringen, dies und jenes zu tun. Sie müssen die Information lernen. Ich bin dafür verantwortlich, dass sie bei diesen Tests gut abschneiden!”

Und genau das ist der Punkt. Das ist nicht die Schuld der Lehrer. Es ist ein Fehler im System.

 

Soft Skills sind wesentliche Fähigkeiten

Wir müssen die Dinge ändern, und ich denke, das fängt damit an, dass wir Kommunikation, Zusammenarbeit, kritisches Denken, Arbeitsethik und Selbstvertrauen nicht mehr Soft Skills nennen.

Nennen wir sie stattdessen wesentliche Fähigkeiten. Denn sie sind wesentlich, wohl noch wesentlicher als Ihre Fähigkeit, sich Fakten und Gleichungen zu merken.

“Aber warten Sie, wir können die Fähigkeit von jemandem messen, sich Fakten und Gleichungen zu merken. Mit diesen Fähigkeiten können wir das nicht tun.”

Oh, ist das der Grund, warum wir so viel mehr Wert auf die harten Fähigkeiten legen, weil sie leichter zu messen, zu verfolgen und zu vergleichen sind? – Das ist kein ausreichender Grund.

 

Talente sind rar?

Das glaube ich nicht. Es sagen 95% der Headhunter und Personaler, dass Soft Skills genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger sind als Hard Skills.

Eine gebildete Gesellschaft ist eine gesündere Gesellschaft und wir müssen immer noch wissen, wie man lesen, schreiben, lösen, beobachten und experimentieren lernen kann. Allerdings müssen die Maßstäbe angepasst werden.

Wir müssen wesentliche Fähigkeiten vermitteln. Wenn Menschen über diese grundlegenden Fähigkeiten verfügen und selbstbewusst, kreativ, kritisch und denkende Mitarbeiter sind, wird es ihnen viel leichter fallen, neue Dinge zu lernen

Dieser Artikel erschien zuerst in abgewandelter Form auf entrepeneur.com