Das kennen sicher viele, dass dieses TOP-Thema nicht richtig umgesetzt wird, oder? Es wird oft darüber gesprochen und dann verändert sich doch nichts. In eingerosteten Strukturen ist vieles schwer veränderbar. Das haben Sie sicher auch schon einmal festgestellt. Kommunikation auf Augenhöhe ist oft nicht vorhanden.

Was steckt hinter der Kommunikation auf Augenhöhe?

Unser Gefühl sagt uns, was los ist. Wir fühlen, ob wir gehört werden. Wir fühlen, ob die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Mitarbeiterin oder zwischen Mitarbeiter und Chef, auf Augenhöhe läuft. Wir fühlen, ob die Kommunikation zwischen Abteilung A und Abteilung B auf Augenhöhe ist. Denn das Ergebnis ist überall das Gleiche. Wir erkennen das an der Umsetzung von Ideen und Wünschen. Kommunikation auf Augenhöhe erleichtert den Weg in die Digitale Welt.

Was ich häufig erlebe ist, eine eher schlechte Zusammenarbeit von Abteilungen. Sehr häufig hat das mit einer sehr hohen Auslastung zu tun. Noch häufiger hat es jedoch mit alten Denkmustern zu tun. Ich bin viel in Maschinenbau-Unternehmen unterwegs und mache dort Coaching, Beratung und Software-Training. Da erlebe ich sehr oft verhärtete Strukturen in denen sich wenig bewegt. Abteilungen die zusammen arbeiten sollen, machen nur das Nötigste. Wo ich das am häufigsten erlebe, ist zwischen Konstruktion und Dokumentation. Kommunikation auf Augehöhe, ist häufig nicht vorhanden.

Durch Software-Modernisierung und verbessertes Daten-Management wird schon viel abgefangen. Jedoch ist der Mensch das Steinchen im Getriebe.

Konstruktion und Technische Dokumentation arbeiten häufig, mangelhaft zusammen

Oder anders ausgedrückt, die Abteilungen spielen nicht Seite an Seite. Oftmals scheint es als wären es Konkurrenten. Und so wie im Fußball, ist das große Spiel schon verloren, bevor der Anpfiff ertönt.

Die Dokumentations-Abteilung hat hier jedoch ein sehr geringes Mittel, das zu verändern. Warum? Das ist die Abteilung, die als letztes Glied in einer Kette zum Einsatz kommt. Hier liegen die After-Sales Prozesse, mit denen kein Gewinn gemacht wird, so sagt man. Allerdings kann hier Verlust gemacht werden!

Wenn eine Maschine zu spät ausgeliefert wird, weil die Bedienanleitung fehlt, bezahlt der Kunde nicht. Der Kunde wartet so lange bis die Dokumentation, das Handbuch fertig hat und zahlt auch erst dann. Das erlebe ich in sehr vielen Firmen.

Die Doku-Abteilung ist bisher das letzte Glied in der Kette. Eine Abteilung die eher unbeliebt ist, aber Notwendig. Eine Abteilung mit der die Firma kein Geld verdient, aber Geld verlieren kann.

… und es ist eine Abteilung in der die Mitarbeiter mit-denken. (Also wird hier doch Gewinn gemacht, er nur nicht gemessen wird 😉 ein Fehler.)

Was steckt dahinter?

Unterschiedlich Dinge sollte man meinen. Manchmal jedoch, kleine Dinge. Wenige Abteilungen haben das entsprechende Mindset oder eine Denkweise, dass sich füreinander und miteinander arbeiten, lohnt.

Das alleine hat zu Folge, dass viel Zeit und viel Geld verbrannt wird. Dieses Problem ist nicht mit Software zu lösen. Der menschliche Faktor wirkt hier sehr viel stärker mit.

Die Konsequenzen, vor denen allzu gerne die Augen verschlossen werden, tun weh. Jedoch auch dann, ist der eigene Veränderungswille, gering. Die Komfortzone ist bequem und nicht jeder Mensch hat einen entsprechenden inneren Antrieb, geschweige denn, eine “Unternehmerische Denke”.

Veränderung muss von oben kommen! (und das unterstreiche ich fett)

Wenn die Kommunikation zwischen Dokumentation und Konstruktion gestört oder blockiert ist, schadet das der Firma in hohem Maße. Irgendwann haben sich nur leider alle daran gewöhnt so zu arbeiten. Irgendwann haben sich alle damit abgefunden und es wird einfach so weiter gearbeitet.

Auf der Wohlfühlebene von Mitarbeitern ist es meist so, das sich Resignation breit macht. Das alles zusammen drückt sich in Zeit und Geld aus.

Ich bin allerdings auch oft erstaunt wenn ich bemerke, dass sich keine Resignation breit gemacht hat. Wenn alle motiviert arbeiten und das Beste aus der Situation machen. In einigen Firmen gibt es Treiber in der Abteilung. Meist ist es eine Führungspersönlichkeit ohne Auftrag, sehr schade. Ein Treiber, bringt die Dinge nach vorne, der sucht nach Lösungen.

Nur der Weg, Veränderungen von unten nach oben durchzusetzen, ist häufig sehr schwer und eher selten zu bewältigen. Umgekehrt geht es immer. Unternehmer täten gut daran solche Treiber bei den Mitarbeitern ausfindig zu machen.

Ältere Mitarbeiter ruhen sich nicht aus

Ein Vorurteil was ich mitbekomme ist, das sich ältere Mitarbeiter nur noch ausruhen. Ich erlebe das jedoch häufig genau umgekehrt. Solche Mitarbeiter sind Top-Mitarbeiter. Diese Mitarbeiter wissen nur oft nicht, wie sie die Dinge weiter nach vorne bringen können. Sie können auf Augenhöhe kommunizieren, sie bringen den Gewinn durch Ihr Sein und Verhalten mit, sie agieren oft ausgleichend.

Was können Sie tun um Änderungen zu bewirken?

Sie können eine andere Strategie verfolgen, eine andere Vorgehensweise vorgeben. An der passenden Stelle von oben nach unten. Das wird mit einer guten Kommunikation gelingen. Und sicherlich muss das mehrfach und immer wieder kommuniziert werden.

Wer hat hier den Hut auf?

Wenn da ein Mensch ist, der sich den Hut auf setzt, braucht dieser Mensch die Unterstützung von der Geschäftsführung. Das muss kommuniziert werden.

Braucht diese Person personelle Verantwortung? Das muss besprochen und vereinbart werden. Wichtig ist das, um mögliche unliebsame Entscheidungen treffen zu können. Personen die nicht mitspielen wollen (und das kann sehr subtil geschehen) müssen von Projekten abgezogen werden können.

Im Grunde steht eine Neuorganisation an in der Zuständigkeiten neu überdacht und strukturiert werden müssen. Ein Change-Management. Darin kann ich Sie unterstützen.

 

Bildquellen: Depositphoto: © Gene Glavitsky