Jeder von uns hat es schon oft selbst gesagt oder von anderen gehört, ich habe zu wenig Zeit. Es ist nicht genug Zeit da, wir haben zu viel zu tun, zu viele Termine, beruflich und privat. Stress und Druck sind in unserem Leben total normal geworden.

Wozu brauchen wir mehr Zeit?

Laut einer Umfrage des Gallup Institutes sagt z. B. die Hälfte der Amerikaner, dass sie nicht genug Zeit haben (leider habe ich keine Studie aus Deutschland gefunden). Was ist denn, wenn die Betrachtungsweise falsch ist? Es ist auf jeden Fall ein uraltes Thema, was schon Seneca ein römischer Philosoph, bemerkte. Er sagte das auch schon.
Allerdings sagte er auch, dass wir uns auf die falschen Dinge fokussieren. Aber das wird gerne einmal vergessen. Es ist auf jeden Fall ein uraltes Thema.

Es ist nicht so das wir eine kurze Zeit zu leben haben, sondern das wir viel Zeit vertun. – Seneca

Genau das ist das eigentliche Problem. Schrecken uns alle unsere To-do-Listen und Ziele ab? Haben wir etwa die falschen To-do-Listen? Haben wir die falschen Ziele?

Oder es sind zu viele Ziele? Sind die Ziele zu groß? Haben wir keine Strategie? Sehen wir die großen Ziele, aber nicht die kleinen Zwischenschritte, die Notwendig sind um das große Ziel zu erreichen?

Zeitmanagement hilft nicht weiter – wir brauchen Selbstmanagement

  • Finden Sie heraus was nötig ist, um besser mit Ihrem Email-Postfach umzugehen.
  • Organisieren Sie alle Termine mit einem Kalender.

Ich hab mich viel damit herumgeärgert, Bücher zum Zeitmanagement gelesen gelesen und anderes ausprobiert. Und so bin ich zu der Erkenntnis gekommen, es wird viel Quatsch erzählt. Es war vor Jahren ein Trend, ein Thema was sehr gut lief, unterm Strich jedoch eher unbrauchbar, wenn man nicht in die Umsetzung kam.

Es ist schon wichtig, sich Klarheit zu verschaffen und mehr Freiaum für die wirklich wichtigen Dinge zu bekommen. Allerdings muss dann auch eine Umsetzung folgen. Und dann eine Schritt für Schritt-Umsetzung an die man sich auch hält.

Was kostet uns ein Leben ohne Struktur?

Vermutlich eine Menge. Und zwar viel mehr als wir vermutlich denken.

  1. Als Erstes, kann es uns unsere Karriere kosten.
    Wir Denken, zusätzliche Arbeitsstunden machen uns produktiver. Falsch. Das wurde mittlerweile auch durch die Forschung erwiesen. Zusätzliche Stunden sind für eine kurze Zeit in Ordnung. Wenn wir das allerdings zur Normalität machen, geht unsere Produktivität in den Keller. Wir tun nicht nur weniger, wir brennen auch aus. Beides hat einen negativen Einfluss auf unsere Arbeit. Regeln der Produktivität.
  2. Es kann uns unsere Gesundheit kosten.
    Weil die meisten Menschen auf Grund der zu vielen Arbeitsstunden, nicht ausreichend Schlaf bekommen, sind sie häufig müde oder groggy. Wir sparen auch Zeit in der Küche, essen Fertiggerichte, wir bewegen uns zu wenig, haben zu wenig Spaß und Entspannung, sitzen dann zur vermeintlichen Entspannung vor dem Fernseher oder klicken gedankenlos im Internet herum. Obwohl wir einen relativ hohen Lebensstandard haben, leben wir sehr ungesund. Report zum menschlichen Kapital.
  3. Und dann kann es uns auch unsere geistige Gesundheit kosten.
    Wenn wir müde und erschöpft sind, sind wir nicht so klar wie ausgeruht. Wenn wir gereizt sind, sind wir schlechter drauf und sehen die Welt oft negativ. Mehr als zwanzig Millionen Rezepte werden jedes Jahr für Antidepressiva und Schlafmittel eingelöst. Wir machen uns selbst verrückt, sagt das Ärtzteblatt.

“Das Leben ist länger wenn Du es zu nutzen weist.” – Seneca

Seneca nennt Zeit „das kostbarste Gut des Lebens.“ Jede Woche hat 168 Stunden. Die Frage ist nur, wie wir sie verwenden.

Wenn Sie mehr erreichen wollen als das, wozu sie derzeitig in der Lage sind, brauchen Sie nicht mehr Zeit. Sie brauchen Strategien und Taktiken die Ihnen dabei helfen, die Zeit optimal zu nutzen und um Ihre Projekte umzusetzen.

 

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