Wenn wir uns für etwas entscheiden, ist die Entscheidung genau in diesem Moment „richtig“. Wenn wir jedoch die Komponente „Zeit“ mit dazu nehmen, verändert sich unser Blick. So geschieht es, wenn wir die gleiche Entscheidung einige Zeit später noch einmal mal betrachten, dass wir an der Entscheidung zweifeln. Dann fragen wir uns, ob die Entscheidung „richtig“ war, ob sie „gut“ war.

Wir legen eine Bewertung mit hinein und dann beginnt unser ganzes Dilemma. Mit den Begriffen „richtig oder falsch“, bewerten wir. Wenn wir die Bewertung jedoch weglassen, gibt es kein „richtig oder falsch“ mehr. Dann verschwindet „richtig oder falsch“ und es gibt nur noch „dies oder das“.

Was ist eigentlich Richtig oder Falsch?

Was ist Gut oder schlecht? Wenn etwas richtig ist, ist es gleichzeitig auch gut? Oder wenn etwas falsch ist, ist es auch gleichzeitig auch schlecht? Das ist ganz platt ausgedrückt, natürlich Quatsch. Richtig oder gut ist ja nicht für jeden dasselbe. Genauso wenig wie falsch nicht für jeden gleichzeitig auch schlecht ist.

Wir zweifeln und bewerten

Zweifel lassen uns schwanken, wir ärgern uns und beginnen unsere Entscheidungskompetenz in Frage zu stellen. Wenn es ganz extrem kommt, versuchen wir Entscheidungen aus dem Weg zu gehen oder sie auf später zu schieben.

Es ist nun mal so, dass wir immer erst im Nachhinein sehen können, wie sich eine Entscheidung auswirkt. Wenn uns das Ergebnis dann in der Zukunft nicht gefällt, hadern wir mit der damals getroffenen Entscheidung. Wir werden unzufrieden und unsere Zweifel fallen auf einen guten Nährboden. Der Schimmel bildet sich.

Zweifel sind wie Schimmel

Schimmel kann ausgetrocknet werden. Wenn Sie eine solche Situation kommen, legen Sie den Boden wieder trocken. Hören Sie auf zu zweifeln und gehen Sie weiter. Schauen Sie nach vorne. Dann ist das jetzt erst einmal so wie es ist. Momentan ist es nicht rückgängig zu machen. Wenn Sie das nächste Mal eine Entscheidung treffen, machen Sie es anders, indem Sie weitere Faktoren in ihre Entscheidung miteinfließen lassen.

Die Kraft oder Hartnäckigkeit mit der wir eine getroffene Entscheidung umsetzen, wirkt ebenfalls mit. Ist die eher schwach, ist das Ziel dahinter vielleicht auch nicht so wichtig?

Wenn wir eine eher schwache Entscheidung treffen, können wir sagen „das ist nicht so schlimm, es war nicht so wichtig“. Wir sind gut im finden von Ausreden und Abschwächungen.

Die Kraft der Konsequenz

Die Kraft oder die Konsequenz mit der wir eine Entscheidung umsetzen, hat immer eine Mitwirkung. Entweder stärker oder schwächer. Letztendlich ist es so, dass wenn wir eine Entscheidung getroffen haben und diese umsetzen, es besser ist, dass mit einer gewissen Kraft oder Umsetzungsstärke zu tun. Je stärker desto besser.

Wenn diese Kraft oder Umsetzungsstärke größer ist, ärgern wir uns seltener. Unser Selbstbewusstsein bleibt dann nicht nur erhalten, sondern es wächst. Wenn unser Selbstbewusstsein wächst, transportieren wir das mit unserer inneren Haltung. Das wiederum spüren andere Menschen. Körperlich gehen wir aufrechter und haben eine andere Ausstrahlung. Diese Ausstrahlung zieht andere Menschen an. Wir bilden einen Sog. Wir haben unseren inneren Magneten aktiviert.

Das Licht zieht auch Motten an

Allerdings sollten wir darauf achten, welche Menschen wir anziehen. Denn es wirken immer positive und negative Kräfte. Nicht jede Person ist kompatibel mit uns. Es gilt diejenigen zu finden die positiv für uns sind. Das gilt gleichermaßen für die Energie und ein gemeinsames Ziel. Eine Win-Win Situation ist wichtig.

Versuchen Sie nicht zu ändern was hinter Ihnen liegt

Oft werten wir im Nachhinein negativ und sagen „das war falsch“. Wenn daran nichts mehr zu ändern ist, sollten wir jedoch damit aufhören. Es kann ja nichts mehr verändert werden. Wir dürfen hier weder einer Sache, einer anderen Person oder uns selbst die Schuld geben. Ansonsten begeben wir uns in eine Abwärtsspirale. Das hat auf unsere Gefühle eine Wirkung, auf unsere Wirkung nach außen und auf unser Handeln.

Wir müssen lernen aus unseren Fehlern zu lernen

Anstatt Fehler zu vermeiden und alleine nur aus Perfektionismus zu lernen, das funktioniert nicht. Wir haben in Deutschland einen Perfektionsanspruch, der uns bekanntermaßen behindert. In letzter Zeit wird viel darüber geredet, aber durch reden ändert sich nichts. Wir hören nicht auf damit, alles perfekt machen zu wollen, nur indem wir darüber reden. Wir müssen es dann auch TUN. Ich denke, jeder einzelne Mensch muss sich selbst dahin steuern, seinen eigenen Perfektionsanspruch immer mehr, Stück für Stück, zu verkleinern. Bis er so klein ist, dass er fast verschwunden ist. Wenn wir das nicht alleine schaffen, macht nichts, es gibt vielfache Unterstützung da draußen.

Haben Sie auch diesen Perfektionismus-Virus? Wie gehen Sie damit um?

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